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Meraki Yoga

Selbstexperiment: die High 5 Challenge


Im Februar habe ich das Buch Die einfachste Gewohnheit der Welt von Mel Robbins* gelesen und war tief bewegt. Ich fühlte mich total angesprochen und hatte das Gefühl, dieses Buch kommt gerade zur richtigen Zeit in meinem Leben. Wenn ich mich am Morgen im Bad befinde, werfe ich selten mehr als nur einen kurzen Blick in den Spiegel. Einerseits, weil ich es für eitel halte, sein Spiegelbild länger zu betrachten, andererseits aus dem einfachen Grund, weil mir nicht gefällt, was ich sehe. Genauso wie die Autorin Mel habe ich immer etwas an mir auszusetzen und finde mich so überhaupt nicht schön. Während der Lektüre des Buches erklärt Mel, warum wir uns so selten schön fühlen, akzeptieren oder selber lieben. Die Gründe dafür fangen bereits in der Kindheit an, vielleicht hast du ein Trauma erlitten, zuwenig Liebe durch die Eltern erfahren, wurdest ständig kritisiert oder in der Schule gemobbt und im Laufe der Zeit haben sich diese negativen Stimmchen in deinem Kopf festgesetzt und du siehst sie als wahr an, als unumstössliche Tatsache.

Dabei ist der Mensch, der dir am nächsten steht, der Mensch, den du im Spiegel siehst. Dieser Mensch hat deine Liebe verdient und du solltest definitiv netter zu ihm sein. Denn selbst wenn kein anderer zu dir steht, dieser Mensch im Spiegel ist immer für dich da.

Ich habe mich für die High 5 Challenge unter www.high5challenge.com/ angemeldet und während 5 Tagen E-Mails von Mel mit Videos zu verschiedenen Themen erhalten. Die Challenge sieht folgendermassen aus:


1) Jeden Morgen nach dem Aufwachen legst du deine Hände auf dein Herz und sprichst folgende Sätze zu dir:

- Ich bin okay

- Ich bin sicher

- Ich werde geliebt

2) Jeden Morgen im Bad gibst du deinem Spiegel ein High 5

3) Gehe jeden Tag nach draussen und suche einen herzförmigen Stein oder ein herzförmiges Blatt o.ä.


Punkt 1 hilft dir, deine Ängste zu nehmen und ruhig in den neuen Tag zu starten. Du kannst diesen Punkt beliebig oft am Tag wiederholen.

Punkt 2 verhilft dir zu mehr Selbstbewusstsein und du freundest dich mit deinem Spiegelbild an.

Punkt 3 trainiert dein Gehirn darauf, jeden Tag etwas positives (nämlich etwas herzförmiges) zu suchen.


Ich habe mich lange dagegen gesträubt, mir selbst ein High 5 zu geben. Es fühlte sich irgendwie komisch und kitschig an. Als ich dann aber realisiert habe, dass ich der Meinung war, ich hätte ein High 5 gar nicht verdient und deswegen gezögert habe, hat mich das traurig gestimmt und ich habe mir selbst fest versprochen, das nun durchzuziehen.


Mein Fazit: Es ist tatsächlich so, dass man keinen "Lätsch" machen kann, wenn man sich selbst ein High 5 gibt! Und irgendwann ist es auch nicht mehr komisch. Ich habe mir leider nicht jeden Tag ein High 5 gegeben, manchmal habe ich es auch vergessen, obwohl ich mir im Handy eine Erinnerung eingerichtet habe. Un ich habe auch nicht jeden Tag etwas herzförmiges gesucht, manchmal bin ich einfach nicht dazu gekommen, spazieren zu gehen. Es hat sich auch nichts weltbewegendes verändert, ich bin nicht von heute auf morgen glücklicher und selbstbewusster geworden, aber ich habe einen Zugang zu mir selbst gefunden und bin liebevoller im Umgang mit mir selbst. Somit würde ich dieses Experiment durchaus als Erfolg verbuchen. Den besten Anklang fand bei mir die Übung aus Punkt eins, diese mache ich mehrmals pro Tag und ich habe sie sehr lieb gewonnen. Und ich werde mit der High 5 Challenge definitiv weitermachen!


Hast du nun auch Lust bekommen, die High 5 Challenge auszuprobieren? Dann wünsche ich wünsche dir viel Freude und Spass dabei! Solltest du dir das Buch nicht kaufen wollen, kannst du dir auch den YouTube Kanal von Mel Robbins ansehen, in Ihrer Playlist "I'm reading the High 5 Habit cover to cover live" liest sie dir das ganze Buch vor (auf englisch). Oder du hörst dir ihren Podcast auf Spotify an.

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